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31. Dezember 2026 – Fristende zur Einreichung eines Papers – Das Heiliggeistviertel in Berlin

| Berlin

Das Heiliggeistviertel im Nordwesten der mittelalterlichen Stadt Berlin gelegen, erhielt seinen Namen vom gleichnamigen Spital, das dort im Mittelalter errichtet wurde. Im Norden reichte das Viertel bis an die heutige Stadtbahn heran und im Süden grenzte es an die Königstraße (heutige Rathausstraße). Es umfasste also auch das Areal des jetzigen Marx-Engels-Forums; nach Osten trennt es die Spandauer Straße vom Marienviertel.

Bereits die mittelalterliche Übertragung des Spitalnamens auf das gesamte Viertel sowie seine Lage an der damaligen Haupthandelsroute nach Westen (insbesondere nach Magdeburg, in die führende mittelalterliche Metropole der Region) verdeutlicht, welch große innerstädtische Bedeutung dem Spital zukam. Es übernahm religiöse, karitative, soziale und gesamtgesellschaftliche Fürsorgefunktionen im christlich geprägten Alltag der mittelalterlichen Stadt Berlin.

Das Heiliggeistvierte galt – vom Mittelalter bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein – als eines der wohlhabenderen Viertel Berlins. Hier wohnten zahlreiche Räte und höhere Beamte – oftmals in Freihäusern. Im 18. Jahrhundert lassen sich hier Bankiers, Hofjuden, vornehme Hotels, Manufakturen (auch zur Herstellung von Luxuswaren), Apotheken sowie Hoflieferanten nachweisen. Die unmittelbare Nähe zum Hohenzollernhof sowie die Lage am Stadttor boten einen Standortvorteil.

Ziel der Veranstaltung ist es, historische Schlaglichter auf dieses bedeutende Viertel zu werfen, das in der Vormoderne für die Stadt Berlin sowie die Residenz der Hohenzollern wichtige Versorgungsfunktionen unterschiedlichster Art übernahm.

Wir freuen uns über Referatsvorschläge von Historiker*innen, Archäolog*innen, Bau- und Kunsthistoriker*innen, Sozial-, Rechts- und Wirtschaftshistoriker*innen sowie Kultur- und Literaturwissenschaftler*innen, die mit ihren Forschungen dazu beitragen können, die Geschichte des Berliner Heiliggeistviertels zu präsentieren und dessen vielfältige Funktionen sowie Infrastrukturen samt den dazu gehörenden Akteuren und Akteurinnen zu beleuchten.

Bitte senden Sie Ihre Abstracts (max. 2.000 Zeichen, deutsch- oder englischsprachig) sowie ein kurzes wissenschaftliches CV bis zum 31. Dezember 2026 an die Historische Kommission zu Berlin e.V. – info@hiko-berlin.de.

Den ausführlichen Call for Papers finden Sie hier.

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