44 I HiKoPod I Die Alliierte Kommandantur im geteilten Berlin 1945–1955 – Mit Alexander Olenik
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurde mit der Alliierten Kommandantur in Berlin eine eigene Besatzungsverwaltung etabliert. In ihr verhandelten die Siegermächte USA, das Vereinigte Königreich, Frankreich und die Sowjetunion das politische, wirtschaftliche und kulturelle Tagesgeschäft der Stadt. Dabei galt es immer auch die eigenen Interessen und Vorstellungen voranzutreiben und mit den anderen Besatzungsmächten auszugleichen. 1948 zerbrach die Kooperation mit dem Auszug des sowjetischen Kommandanten, nachdem sich der Ost-West-Konflikt immer weiter verschärft hatte. Anschließend setzte eine Dreimächteverwaltung im Westteil der Stadt die Arbeit der Kommandantur fort.
In seiner Dissertation hat Alexander Olenik diese Berlin-spezifische Form der Besatzungsverwaltung untersucht. Im Gespräch mit Jannes Bergmann zeichnet er die Entwicklung der Institution und ihrer Arbeitsweise von den Anfängen im Zweiten Weltkrieg bis zur ‚Erklärung über Berlin‘ 1955 nach und macht deutlich, welchen Einfluss die einzelnen Akteur*innen – nicht nur in der ersten Reihe – im Apparat der Besatzungsverwaltung hatten. Dabei wird klar, welche Rolle die Kommandantur auf dem Weg zu einer Demokratisierung Berlins spielte.
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© Foto: P004–044–002, AlliiertenMuseum